Das erste Handy – worauf Eltern achten sollten

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Vor gar nicht allzu langer Zeit war es Kindern nur auf zwei Wegen möglich, mit den Freunden ein Treffen auszumachen: Entweder nach persönlicher Absprache in der Schule oder beim Sport oder aber vom Festnetztelefon des Elternhauses aus.

Ein Handy war damals – wenn überhaupt – nur den Erwachsenen vorbehalten. Heutzutage ist das Handy jedoch ein immer häufigerer Begleiter und selbst in der Grundschule meist schon mit von der Partie.

1. Die Vorteile

Kinderlose Männer und Frauen können es oftmals nicht nachvollziehen, wenn sie Kinder mit einem Handy auf der Straße sehen, ein Kopfschütteln und das Kommentar „Zu unserer Zeit hat es das aber noch nicht gegeben.“ sind häufig die Reaktion. Doch in wenigen Jahren tut sich in der Elektronik- und Kommunikationsbranche unheimlich viel, sodass ein Handy und die dazugehörigen Gebühren längst nicht mehr allzu hohe Geldausgaben bedeuten müssen.

Eltern wissen dies durchaus zu schätzen und kennen die Vorteile:

a) Erreichbarkeit

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Kinder können sich nicht vorstellen, was für Sorgen sich die eigenen Eltern machen, wenn sie nicht wissen, wo ihr Sprössling steckt, wenn er oder sie mal wieder vergessen hat, Bescheid zu geben.

Hat das Kind ein Handy dabei, können die Eltern dies – vorausgesetzt natürlich, das Kind geht beim Klingeln auch ran – schnell in Erfahrung bringen.

 

b) Jederzeit Verbindung zu den Eltern herstellen

Jeder kennt es sicher noch aus seiner Kindheit: die Zeit wurde vergessen, man sollte längst Zuhause sein. Dann noch der lange Heimweg und es wird immer später. In der Zwischenzeit haben besorgte Eltern bereits den gesamten Freundeskreis abtelefoniert, um in Erfahrung zu bringen, wo das Kind steckt.

Mit einem Handy zählt aber die Ausrede „Ich habe keine Telefonzelle gefunden“ nicht mehr. Gegenseitiges Vertrauen und Verlässlichkeit vorausgesetzt kann den Eltern schnell und kurz Bescheid gegeben werden, dass es etwas später wird. Nicht zuletzt ist das Handy aber auch dann eine wertvolle Hilfe, sollte einmal wirklich Gefahr drohen.

Sei es eine unheimliche Person oder gar der unbekannte Pkw, der das Kind „nach Hause“ bringen möchte – verunsicherte Kinder können schnell Kontakt zu den Eltern aufnehmen.

Neben den genannten und für viele Eltern überzeugenden Vorteilen kommen aber auch Nachteile zur Geltung, die beim Kauf eines Handys für das Kind nicht außer Acht gelassen werden sollten.

2. Vorsicht vor der Kostenfalle

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Wer seinem Kind ein Handy anschaffen möchte, steht zunächst vor der Frage, ob es sich um einen Vertrag oder eine Prepaid-Karte handeln soll.

Das Problem bei einem Vertrag liegt deutlich auf der Hand: schnell kann in die Kostenfalle getappt werden, Kinder können oftmals nicht einschätzen, wie viel ihr eventuell hoher SMS- und Telefonkonsum kostet.

Eine Prepaid-Karte hingegen hat den Vorteil, dass ein Betrag im Vorfeld gezahlt worden ist, den das Kind nicht überschreiten kann. Ist das Guthaben verbraucht, können keine SMS mehr verschickt und keine Anrufe mehr getätigt werden.

Wer dem Kind allerdings ein Handy schenkt, damit es Bescheid geben kann, wenn es später nach Hause kommt oder ein Notfall vorliegt, läuft natürlich Gefahr, dass es im Fall der Fälle trotz Handy nicht anrufen kann.

In jedem Fall ist es bei einem Vertragsabschluss aber sinnvoll, Drittanbieter (Klingeltöne, Spiele-Abos) direkt sperren zu lassen, denn sonst könnte das Kind ungewollt in eine Abofalle tappen. Des Weiteren sollten auch 0900-Service-Nummern gesperrt werden, da ein Kind diese schlicht und einfach nicht braucht, diese aber unheimlich teuer sein können.

Manch ein Telefonanbieter hat sogar spezielle Kindertarife im Angebot – vorausgesetzt, die Eltern sind bereits Kunde. In den Fällen kann zum Beispiel nicht nur die Grundgebühr wegfallen, sondern bestimmte Nummern wie zum Beispiel die oben genannte und Anrufe ins Ausland sind automatisch gesperrt.

Heutzutage muss es aber nicht mehr zwangsläufig ein spezieller Kindertarif sein, da Tarife ganz allgemein in vielen verschiedenen Varianten zu finden und darüber hinaus oftmals auch sehr günstig zu haben sind. Einen vernünftigen Vergleich sollten Eltern aber dennoch durchführen, um ein sinnvoll zusammengestelltes Angebot zu finden – bei Verivox als Vergleichsportal ist es möglich, einen entsprechenden Filter in der linken Sidebar für eine einfachere zur Suche nach Kindertarifen zu nutzen.

Welches Modell darf es sein?

Ein 10jähriges Kind braucht kaum ein Smartphone mit scheinbar unzähligen Funktionen. Vielmehr wird es schnell von dem Gerät überfordert sein, was zudem Frust auslösen kann. Auch wenn heutzutage fast nur noch Smartphones auf dem Mobiltelefon-Markt zu finden sind, gibt es spezielle Handys für Kinder, die auf verschiedene Altersgruppen zugeschnitten sind.

  • Simple Kinderhandys

Bis zu einem Alter von etwa 8 Jahren eignen sich spezielle Kinderhandys, die ganz einfach gehalten sind. Zum einen wird auf Funktionen abseits der Anruffunktion gänzlich verzichtet, zum anderen gibt es Modelle, bei denen nur vier Nummern angerufen werden können, sodass es tatsächlich als Notfall-Telefon dient, mit dem in keine Kostenfalle getappt werden kann.

Solche Handys sind nicht mit dem üblichen Zahlendisplay versehen, sondern mit Grafiken, falls das Kind noch nicht lesen kann. Des Weiteren sind die Tasten besonders groß, der Akku hält sehr lang und das Gehäuse ist robust, sodass das Handy auch mal herunterfallen kann, ohne einen Schaden davon zu tragen.

  • Einsteigerhandys

Im Alter von 8 bis 12 Jahren werden Kinder meist etwas anspruchsvoller und wollen nicht nur die Eltern, sondern auch die Freunde mit ihrem Handy erreichen können. Da bieten sich Handys an, die ebenfalls einfach gehalten, jedoch mit mehr Funktionen ausgestattet sind und nicht mehr nach einem typischen Handy nur für Kinder aussehen.

Es sollte aber dennoch vor allem darauf geachtet werden, dass das Gehäuse und das Display robust sind, das Gerät gut in der Kinderhand liegt und die Tasten groß genug sind. Damit das Handy nicht nur aus Langeweile oder gar Freundesersatz genutzt wird, sollten im Vorfeld aber bestenfalls ein paar Regeln aufgestellt werden.

„Das geht am besten noch vor der Anschaffung. Eltern sollten ihrem Kind klar machen, dass zum Beispiel Anrufe aus Langeweile zu unterbleiben haben und dass Gespräche grundsätzlich so kurz wie möglich gehalten werden.“
Prof. Peter Struck, Erziehungswissenschaftler
(Quelle:
http://www.familie.de/kind/ab-wann-handys-fuer-kinder-sinnvoll-sind-512097.html)

Weitere Hilfestellungen für Kinder in diesem Alter gibt es auch hier.

  • Handys für Teenager

Ab einem Alter von 12, spätestens 14 Jahren legen viele Kinder vor allem Wert auf das äußere Erscheinungsbild des Handys und aktuelle Modetrends. Dann sollte dem Kind die Wahl (in einem entsprechenden Preisrahmen) gelassen werden. Die Überlegung bezüglich des Tarifes besteht aber weiterhin, wenn nicht sogar aufgrund der Pubertät mehr denn je.

 

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