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Die vielfach preisgekrönte österreichische Schriftstellerin Renate Welsh hat sich in dem Kinderbuch "Dr. Chickensoup" erneut um ein Tabuthema angenommen: Der Armut von nebenan.

In dem Kinderbuch "Dr. Chickensoup" erzählt Renate Welsh leise, einfühlsam und dennoch humorvoll von Julia, deren Mutter im Supermarkt gerade genug zum Überleben verdient. Die Oma hilft zwar beherzt nicht nur mit der titelgebenden Hühnersuppe aus, sie mischt sich auch immer wieder zuviel ein.

Außerdem geht Julia nicht gern zur Schule, zu beschämend findet sie es, kein Geld zu haben. Erst als ein neues Mädchen, Leyla, in ihre Klasse kommt, ändert sich die Situation. Die Mädchen mögen sich, Julia nimmt sich Leylas an und hilft ihr, die neue Sprache zu lernen. Was auch Julia zu Sprachreflexion zwingt, etwa dass Öster-reich nicht immer reich ist.

Fast unbemerkt bietet die großartige Renate Welsh immer wieder kleine Lösungswege im Kinderbuch "Dr. Chickensoup" an, sodass Leserinnen und Leser sich wohl unbewusst einzelne herauspicken und bei Bedarf abrufen können.

Die Hühnersuppe in dem im Herbst 2011 erschienenen Kinderbuch "Dr. Chickensoup" steht einerseits für Trost; Trost, den Julia braucht, weil ihre Familie kein Geld hat. Und Trost, weil die Mutter krank wird. Und Trost für ihre neue Freundin Leyla, die in einer fremden Umgebung leben muss. Andererseits zeigt die Hühnersuppe auch Völkerverbindendes auf, weil nicht nur Julias Oma sie kocht, sondern auch Leylas Großmutter ein leckeres Rezept dafür parat hat, und die beiden Familien sich gegenseitig damit helfen.

Verlag: 
Nilpferd in Residenz
Autor: 
Renate Welsh
ISBN-Nr: 
9783701720996
Sprache: 
deutsch