Mobilität mit einem Kinderwagen – was ist zu beachten?

Mit dem Bus zum Arzt, im Auto zum Einkaufen, am Abend die Walking-Runde durch den Wald – und alles mit Nachwuchs samt Kinderwagen im Schlepptau. Für frischgebackene Eltern bringt der fahrbare Untersatz ihres Babys nicht selten Probleme für die eigene Mobilität mit sich. Welche Schwierigkeiten im Alltag mit Kinderwagen auftreten können, und wie sich Abhilfe schaffen lässt, wird im Folgenden aufgezeigt.

 

Warten auf den Bus -
gerade bei öffentlichen Verkehrsmitteln hat man
mit dem Kinderwagen mitunter Probleme.

Öffentliche Verkehrsmittel

In großen Städten sind Eltern häufig darauf angewiesen, Strecken samt Kind und Wagen im öffentlichen Personennahverkehr zurückzulegen. Nicht immer läuft das ohne Schwierigkeiten ab:

-      Einstieg: In vielen Städten sind heutzutage bereits überwiegend Niedrigflurfahrzeuge unterwegs, die den Einstieg auf das Niveau des Bürgersteiges absenken, so dass Kinderwägen und Rollstuhlfahrer keine Barriere überwinden müssen. Häufig sind solche Busse in der digitalen Fahrgastinformation an der Haltestelle extra ausgewiesen, so dass abschätzbar ist, in wie vielen Minuten das nächste barrierefreie Fahrzeug abfährt. Verkehrsverbünde größerer Städte bieten diese Informationen teilweise bereits als App fürs Smartphone an – auf diese Weise können gestresste Eltern noch besser vorausplanen.

Tipp: Falls Kinderwagen schiebende Eltern auf die Fahrt in einem Bus mit Stufe im Einstieg angewiesen sind, sollten sie sich nicht scheuen, andere Fahrgäste oder den Fahrer beim Ein- und Aussteigen um Hilfe zu bitten. Das ist allemal besser, als das Manöver allein zu versuchen und dabei ein Risiko für das Kind einzugehen. Manche Busse haben für diesen Fall zusätzlich einen speziellen „Kinderwagenknopf“ neben der Tür, der dem Fahrer signalisiert, dass Hilfe benötigt wird.

-      Platz: Hier liegt oft das größere Problem als beim Einstieg. Insbesondere zu Stoßzeiten können Busse derart überfüllt sein, dass das Zusteigen mit Kinderwagen praktisch unmöglich ist. Steht ein Termin an, lohnt es sich daher, eine frühere Verbindung zu nehmen, um nicht in Bedrängnis zu kommen. Hilfreich ist, mit guten Freunden oder Nachbarn eine Fahrgelegenheit als Rückversicherung für den Notfall zu verabreden – so kann man jeglichen Trubel entspannt auf sich zukommen lassen.

Tipp: Bereits beim Kinderwagenkauf sollte man das Raumproblem bedenken und sich für einen Wagen mit maximal 60 cm Breite entscheiden, wenn man häufig auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist. Bei Zwillingswägen ist in diesem Fall eine Variante am bequemsten, bei der die Kinder hintereinander sitzen.

-      Zugang: Was beim Bus und bei der Straßenbahn problemlos klappt, kann in der U-Bahn zum Problem mutieren: der Weg zur Station. Keinesfalls sollten Eltern versuchen, eine Treppe mit dem Wagen zu überwinden, und auch Rolltreppen bergen für Kinderwägen große Absturzrisiken. Auch wenn es einen Umweg bedeutet, sucht man sich besser den nächsten Fahrstuhl, der Elternteil und Kind sicher ins Untergeschoss bringt.

Kinderwagen und das Auto

Damit das eigene Auto Unabhängigkeit und uneingeschränkte Mobilität auch mit Kinderwagen im Gepäck bietet, sind einige Faktoren zu berücksichtigen:

-      Dimensionen anpassen: Wenn das Auto klein dimensioniert ist und man sich in der näheren Zukunft kein anderes Modell zulegen möchte, sollten werdende Eltern beim Kauf des Kinderwagens die Möglichkeit des platzsparenden Zusammenklappens als erste Priorität betrachten. Im Internet bieten viele Seiten Testberichte und Vergleiche an, die Auskunft darüber geben, welches Wagenmodell besonders gut in den Kofferraum von Klein-PKWs passt.

-      Dachbox für Reisen: Sind längerer Trips mit viel Gepäck geplant, kommt man in manchen Fällen nicht drum herum, einen Teil der Last aufs Autodach auszulagern.

Während Ski-Boxen mit ihrer langen und schmalen Ausdehnung eher ungeeignet sind, den Kinderwagen aufzunehmen, bieten manche Hersteller fürs Dach sogenannte Gepäckboxen an. Die haben einen eher quadratischen Grundriss und können bei längeren Autofahrten wahlweise Koffer oder Kinderwagen transportieren.

-      Zweitwagen: Ein kleiner, leichter Buggy kann als Zweitwagen fürs Baby dienen, wenn man einen Kurztrip plant. Solche Wägen sind oft bereits ab 30 bis 40 Euro zu bekommen und nehmen kaum Platz im Kofferraum weg. Zudem sind sie günstig, falls man meint, den Kinderwagen am Reiseziel nicht ständig im Blick haben zu können. Gerade teure Wägen sind ein beliebtes Diebesgut, so dass sich die Anschaffung eines günstigen Zweit-Buggys für spezielle Anlässe durchaus lohnen kann.

Kinderwagen auf Feld- und Waldwegen

Wer gern im Grünen unterwegs ist, braucht für seinen Nachwuchs den passenden fahrbaren Untersatz – sonst wird es unbequem für alle Beteiligten.

In Bezug auf die Modellwahl haben Eltern die Auswahl zwischen dem vierrädrigen Outdoor-Kinderwagen und dem Jogger mit drei Rädern. Bei Letzterem sind die Details der Ausstattung besonders wichtig; denn nur weil sich ein Wagen Jogger nennt, ist noch nicht garantiert, dass er sich abseits des Asphalts gut fahren lässt. Dafür müssen weitere Merkmale stimmen, die im Folgenden beschrieben werden:

-      Federung und Bereifung: Ob drei- oder vierrädrig, der gewählte Wagen sollte in jedem Fall gut gefedert sein, damit der Outdoor-Trip fürs Kind nicht zum Höllenritt wird. Viel zur gemütlichen Fahrt tragen auch die passenden Reifen bei, die unbedingt luftgefüllt und nicht aus Hartgummi sein sollten. Bei Händlern wie unter http://www.kinderwagen.com/ werden solche Modelle in großer Anzahl aufgezeigt. Ganz prall aufpumpen sollte man sie allerdings nicht, da sie sonst jede kleine Unebenheit des Grundes als Erschütterung an den kleinen Fahrgast weitergeben.

-      Eigengewicht und Bremsen: Häufig wird empfohlen, für den Outdoorbetrieb einen besonders schweren Wagen auszuwählen. Das ist nur bedingt günstig – zwar liegt ein schwerer Wagen gut auf dem Weg, allerdings braucht man auch umso mehr Energie, um das Gefährt im Notfall zu wenden oder zu bremsen. Eine Handbremse am Wagen ist daher besonders wichtig für Sicherheit und Komfort – allein schon deshalb, um den Wagen samt Kind bergab abbremsen zu können und nicht alle Last an den elterlichen Armen ziehen zu lassen.

 

Was sollte ein Kinderwagen abseits normaler Asphaltwege leisten können?

Fazit

Klein und leicht für den Bus, auf Mikromaße faltbar im Kofferraum und am besten mit Riesenreifen und High-Tech-Federung für den Offroad-Betrieb – die Ansprüche an den perfekten Kinderwagen scheinen so realitätsfern wie die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau.

Eltern sollten sich klar machen, welche Mobilitätsansprüche bei Ihnen die absolute Priorität haben und sich viele Meinungen kinderwagenerprobter Mütter und Väter anhören. Die wissen, im Gegensatz zu Herstellern mit vollmundigen Marketingversprechen, worauf es beim Babygefährt wirklich ankommt.

Bildquellen:

Abbildung 1: © WolfgangBantz (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Abbildung 2: © markus53 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

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