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Schloss Neuschwanstein

Im Schloss Neuschwanstein hoch über der Pöllat erkunden Eltern und Kinder das Märchenschloss von Ludwig II.

Schloss Neuschwanstein liegt auf einem schmalen Bergrücken hoch über der Pöllat. Mit dem Bau wünschte sich Ludwig II. das Ideal einer mittelalterlichen Burg zu verwirklichen. So wurde Schloss Neuschwanstein gemäß Ludwig II. "Im echten Stil der alten deutschen Ritterburgen" errichtet und erinnert, auch heute noch, mehr an ein Märchenschloss, als an ein Schloss des 19. Jahrhunderts. Dennoch sollte das Schloss mit allen modernen technischen Errungenschaften ausgestattet sein. Bereits 1868 entstanden die ersten Entwürfe für Schloss Neuschwanstein, am 5. September 1869 war Grundsteinlegung zur "Neuen Burg".

Ludwig der II., König von Bayern von 1864 - 1886, bestieg mit 18 Jahren den Thron. Im Laufe seiner Regierungszeit wurde Ludwig II. immer mehr zum menschenscheuen Träumer, das Gegenbild eines Bürgerkönigs. 1866 verlor Bayern im Bündnis mit Österreich den Krieg gegen das expandierende Preußen. Bayern wurde ein "Schutz- und Trutzbündnis" aufgezwungen, das dem König im Kriegsfalle die Verfügung über seine Armee nahm. Damit war Ludwig II. seit 1866 kein souveräner Herrscher mehr. Diese Einschränkung war das größte Unglück seines Lebens. 1867 begann Ludwig II. die Planungen für ein eigenes Reich, in dem er sich als wirklicher König fühlen und bewegen konnte: seine Schlösser. Seit etwa 1875 lebte er nachts und schlief am Tage.

Mit fortschreitender Menschenscheu und wachsendem Anspruch an die Königswürde änderte Ludwig II. das Bauprogramm von Schloss Neuschwanstein. Statt der einst vorgesehenen Gästezimmer wurde im Schloss Neuschwanstein ein "Maurischer Saal" mit Springbrunnen geplant, aber nicht mehr gebaut. Aus dem "Schreibzimmer" wurde ab 1880 eine kleine Grotte. Das bescheidene "Audienzzimmer" auf Schloss Neuschwanstein verwandelte sich in einen riesigen Thronsaal. Der neuerrichtete Thronsaal war nicht mehr für Audienzen bestimmt, sondern als Denkmal des Königtums und als Abbild der sagenhaften Gralshalle.

Die selbstgewählte Einsamkeit Ludwigs II. war auf Dauer mit den Pflichten eines Staatsoberhauptes nicht vereinbar. Ebenso wenig waren seine Träume mit den privaten Mitteln eines Königs zu finanzieren. Seit 1885 drohten ausländische Banken mit Pfändung. Als Ludwig II. sich weigerte sich rational mit seiner finanziellen Situation auseinanderzusetzen, wurde er 1886 für unmündig erklärt und durch die Regierung abgesetzt. Ludwig II. wurde in Schloss Berg interniert. Einen Tag später kam er zusammen mit dem Psychiater, der das Unmündigkeitsattest verfasst hatte, unter ungeklärten Umständen im Starnberger See ums Leben.

Beim Tod Ludwigs II. 1886 war Schloss Neuschwanstein noch nicht vollendet. Der begonnene Bergfried blieb liegen; seine Fundamente sind im "Oberen Hof" zu sehen. Die "Kemenate" auf der Südseite des Oberen Hofes wurde bis 1891 in einfachen Formen fertiggebaut.

Schloss Neuschwanstein kann nur geführt besichtigt werden. Während der Führung werden insgesamt 165 Stufen aufwärts und 181 Stufen abwärts zurückgelegt. Zusätzlich können Familien das Schloss mit einer Führung mittels Audio-Guide besichtigen.

Geführte Besichtigung Dauer: ca. 35 Minuten

Audio Guide Dauer: ca 35 Minuten

Eintrittskarten für Schloss Neuschwanstein sind nur im Ticketcenter im Ort Hohenschwangau unterhalb des Schlosses erhältlich. Daher müssen Familien die Eintrittskarten kaufen, bevor sie den ca. 30 Minuten langen Fußweg zum Schloss antreten. Eine Reservierung von Eintrittskarten ist gegen einen Zuschlag zum Kartenpreis möglich.

Wo und wann

KONTAKT

Ticketcenter Neuschwanstein
T: +49 (0) 8362 93083-0

ADRESSE

Neuschwansteinstr. 20
Schwangau, 87645
Deutschland

Öffnungszeiten

Apr-Sep 8:00-17:00

Okt-Mar 9:00-15:00 (am 1.1., Faschingsdienstag, 24.12., 25.12., 31.12. geschlossen)

Stand: Nov. 2016

Eintrittspreis

Erwachsene: € 12,-

Kinder unter 18 J: frei

Stand: Nov. 2016

Kinderalter

ab 3 Jahren
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VERANSTALTUNGEN

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