Kinderbeschäftigung in der Coronakrise: Welche Empfehlungen gibt es?

Die Schulen sind geschlossen, Besuche bei Spielgefährten verboten und die Großeltern fallen zur Kinderbetreuung ebenfalls aus. Die Coronakrise setzt Eltern unter Druck, was die Beschäftigung der Kleinen betrifft.

Keiner Bevölkerungsgruppe fällt es schwerer, auf unbestimmte Zeit zuhause zu bleiben. Wer in Wohnungen oder Häusern ohne Garten lebt, tut sich mit abwechslungsreicher Kinderbeschäftigung umso schwerer. Zahlreiche Eltern sind mittlerweile am Limit, weil der Nachwuchs vor Langeweile quengelt und ihnen nach Wochen der Isolation keine sinnvollen Beschäftigungsmöglichkeiten mehr einfallen.

Doch die erzwungene Entschleunigung des Alltags kann auch eine Chance für Eltern und Kinder sein. Wer die Herausforderung zusammen mit den Kleinen bewältigt, kommt den eigenen Kindern näher als im normalen Alltag überhaupt möglich. Zur Nervenzerreißprobe müssen die gemeinsamen Stunden nicht unbedingt werden, wenn Eltern die eigene Kreativität mobilisieren.

Corona-Ferien: Worauf kommt es bei der Tagesplanung an?

Corona-Ferien – so angenehm dieser Ausdruck klingen mag, so unangenehm kann es für überforderte Eltern werden. „Mama, mir ist langweilig“, beklagt sich der Nachwuchs. „Papa: Wieso darf ich nicht zu Oma?“ Je älter die Kleinen sind, desto wichtiger sind offene Gespräche über die gegenwärtige Situation.

Kindgerechte Erklärungen der Pandemie helfen dem Nachwuchs, den Sinn der Beschränkungen zu verstehen. Dramatisierungen sind im Gespräch mit den Kindern unangemessen. Trotzdem bleibt es wichtig, Ängste offen zu diskutieren und die Wichtigkeit der getroffenen Maßnahmen verständlich zu machen. Abgesehen davon raten Experten bei der Kinderbetreuung in Zeiten der Coronakrise zu einem festen Tagesplan. Kinder spüren die Unsicherheit, die derzeit in der Welt herrscht. Um ihnen in Zeiten wie diesen Halt und Sicherheit zu geben, erhalten Eltern idealerweise Routinen und Rituale aufrecht. Wichtige Grundempfehlungen bei der Tagesplanung sind vor diesem Hintergrund beispielsweise:

  • Struktur in Form fester Zeiten fürs Spielen, Essen, Lernen und Schlafen
  • limitierter Medienkonsum
  • ausreichend Bewegung
  • gemeinsame Bewältigung der Haushaltsaufgaben
  • Abwechslung beim Spielen, beispielsweise in Form von Thementagen

Spannender Spielspaß dank wechselnder Thementage

Welches Kind hat keine Freude damit, sich verkleiden zu dürfen? Ob nun zu Fasching oder im Rahmen von Rollenspielen. Gerade für Vorschulkinder haben Rollenspiele neben ihrem Unterhaltungswert zugleich auch hohen Lernwert. Wie wäre es da mit Thementagen zu bestimmten Epochen oder Kulturen? Eltern sorgen damit für Spaß und vermitteln zugleich lehrreiche Inhalte an die Kleinen. Wie lebten zum Beispiel die Menschen im europäischen Mittelalter? Wie sah ihr Tagesablauf aus und wie unterschied er sich vom heutigen? Sogar beim Kochen kann man sich am jeweils gewählten Thema orientieren. Bereits ein einziger Thementag pro Woche kann für Kinder ein Highlight sein, auf das sie sich während der „langweiligeren“ Tage freuen können. Auch Eltern lernen dabei vieles.

Themenvorschlag Mittelalter: Luftige Leinenblusen sind nicht nur ideal für die Arbeit und den Alltag, sondern eignen sich auch perfekt als Basic für mittelalterliche Verkleidungen. Kinder können auch Rüstungen bauen oder gebastelte Kronen tragen. Sitzt die Verkleidung, erhalten die Kleinen eine Rolle. Vom Schmied bis hin zur Magd ist alles denkbar. Gemeinsam wird das Burgleben nachgelebt. Zum Essen gibt es selbst gebackenes Brot oder typisch mittelalterliche Getreidegrütze.

Gemeinsam basteln und bewegen

Kaum etwas ist vielfältiger als das Basteln mit Kindern. Welche Materialien und Projekte sich eignen, hängt vom Alter der Kleinen ab. Vom Malen mit Fingerfarben bis hin zum Kerzengießen und Handarbeiten sind die Bastelmöglichkeiten fast unerschöpflich. Auch Themenbasteln ist eine optimale Möglichkeit, für Abwechslung zu sorgen. Von bestimmten Festlichkeiten bis hin zu Kulturen, Berufen oder Lebenswelten kann fast alles als Bastelthema dienen.

Kontaktsperre? Damit Kinder sich ihren Großeltern und Spielgefährten trotzdem nahe fühlen, können sie für sie basteln. Die Bastelvorhaben werden dabei auf die Interessen der geplanten Empfänger abgestimmt und anschließend an sie verschickt.

Damit die Kleinen Bastel-Sitzungen durchhalten, brauchen sie einen körperlichen Ausgleich. Ihrem Bewegungsdrang werden beispielsweise Bewegungslandschaften im Garten oder Wohnzimmer gerecht. Auch Tanz-Workouts, Gummitwist oder Ballspiele können einen Ausgleich zu langen Bastel-Sitzungen schaffen.

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