Mit Buggy durch den Freizeitpark

Freizeit- und Erlebnisparks sind für Kinder ein absolutes Highlight. Dort eröffnet sich ihnen eine ganze Welt an Spiel- und Erlebnismöglichkeiten. Zahlreiche Fahrgeschäfte, Shows und Attraktionen locken jährlich Tausende von Besuchern in die Freizeitparks, die sowohl in Deutschland als auch in Holland üppig gesät sind.

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In den großen Parks wie zum Beispiel dem Heidepark Soltau oder dem Europapark Rust kommen Kinder allerdings erst so richtig auf ihre Kosten, wenn sie bereits ein gewisses Alter und eine bestimmte Mindestgröße erreicht haben. Ungefähr 10 bis 12 Jahre alt oder 1,20 m bis 1,40 m groß sollten die lieben Kleinen sein, damit sie tatsächlich alle Fahrgeschäfte nach Lust und Laune ausprobieren dürfen.

Zum Glück gibt es auch spezielle Freizeit- und Erlebnisparks für kleinere Kinder im Kindergartenalter. Statt Achterbahn und Free-Fall-Tower gibt es hier farbenfrohe Karussells, Kinderschminken und meist auch Tiere zum Streicheln und Füttern.

Für Eltern stellt sich meist die Frage, wann sich ein Ausflug in den Freizeitpark wirklich lohnt und welches Angebot sie als Familie nutzen möchten. Vor allem in Familien, in denen mehrere Kinder verschiedenen Alters leben, kann die Wahl des passenden Ausflugszieles ganz schön schwierig werden. Während sich die Größeren im Streichelzoo langweilen, dürfen die Kleineren viele der wilderen Fahrgeschäfte noch nicht nuten. Reist die Familie sogar mit Baby an Bord, wird der Ausflug in den Freizeitpark organisatorisch meist zur echten Herausforderung.

Vielfach wird der Besuch sogar nur möglich, wenn sich die Familie früher oder später aufteilt und jeder Elternteil sich um ein altersgerechtes Programm für die jeweiligen Kinder kümmert. Von Familienausflug hat das oft nicht mehr viel. Wenn Papa mit dem Sohnemann die Wildwasserbahn erkundet und Mama sich mit dem kleinen Schwesterchen im Kinderwagen stundenlang die Beine in den Bauch steht, ist die Freude am Freizeitparkbesuch schnell dahin.

Mamilade hat sich das Thema „Mit Buggy durch den Freizeitpark“ einmal etwas genauer angeschaut und ein paar Anregungen zusammengestellt, wie der Ausflug trotz unterschiedlichster Anforderungen für die ganze Familie ein schönes Erlebnis werden kann.

Buggy oder Tragehilfe?

Wenn das Baby mit auf Reisen geht, stellt sich vielfach die Frage, ob der Buggy oder eine Tragehilfe die bessere Wahl ist. In der Tragehilfe kann das Baby ganz nah am Körper getragen werden und beide Elternteile haben die Hände frei, um sich um die vielen kleinen und großen Belange der Familie zu kümmern. Im Freizeitpark kann der Buggy allerdings durchaus zu einem wertvollen Begleiter werden. Er bietet nicht nur dem Baby einen eigenen kleinen Rückzugsort, der nach Belieben auch abgedunkelt werden kann, sondern hält je nach Modell auch noch eine Menge Stauraum für das Familiengepäck bereit. Das kann sich im Freizeitpark als echter Pluspunkt erweisen, denn Rucksäcke und Co. sind auf den meisten größeren und schnelleren Fahrgeschäften ohnehin nicht erlaubt. Der Buggy kann so zum idealen Transportmittel für den Proviant, die Regenkleidung, die Sonnencreme und die vielen anderen kleinen Dinge werden, die Familien auf einem Tagesausflug gerne dabei haben.

Aber Achtung: Wertsachen wie Schlüssel, Handy oder Portemonnaie sollten niemals im Buggy transportiert sondern lieber direkt am Körper getragen werden, denn Diebstähle sind in Freizeitparks leider keine Seltenheit. In den Buggy gehören nur Dinge, die zwar praktisch aber nicht unbedingt wertvoll sind und im Zweifelsfall problemlos ersetzt werden können. So kann der Buggy zum Beispiel im Restaurant ruhig einmal vor der Tür stehen bleiben, wenn das Platzangebot im Innenbereich begrenzt ist.

Rückzugsmöglichkeiten schaffen

Sollte das Wetter einmal umschlagen, ist das Baby mit einer Regenhaube für den Buggy schnell geschützt und auch kühlere Temperaturen oder starke Sonneneinstrahlung lassen sich im Buggy hervorragend ausgleichen. Außerdem kann das Baby im Buggy jederzeit eine Ruhepause einlegen, wenn ihm der Trubel zu viel wird. An einem schattigen Plätzchen und vor neugierigen Blicken geschützt lässt sich so manches Schläfchen halten, während die Familie das Angebot im Freizeitpark weiter erkundet.

Viele Modelle bieten heute zahlreiche Funktionalitäten, die sich auf Ausflügen sehr praktisch erweisen können. Dazu gehören variable Sitz- und Liegepositionen für die Kleinen, praktische Staufächer für verschiedenen Kleinigkeiten und die Möglichkeit, den Buggy bei Bedarf mit wenigen Handgriffen zusammenzuklappen. Viele Modelle unterstützen heute auch die Montage eines so genannten Geschwisterboards, auf dem die größeren Geschwister mitfahren können, wenn ihre Beine doch einmal ein wenig Erholung brauchen. Unter moms.de werden einige praktische Buggy-Varianten für kleinere und größere Ausflüge vorgestellt.

In den meisten Freizeitparks können heute auch Buggys oder Bollerwagen gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden. Beim eigenen Modell ist allerdings das Handling schon vertraut und es ist möglich, den Buggy bereits zu Hause für den Ausflug zu bestücken. Die Mitnahme zusätzlicher Rucksäcke oder Taschen kann somit entfallen.

Der Buggy muss draußen bleiben – Mama und Papa auch?

Es versteht sich von selbst, dass Buggys auf so gut wie allen Fahrgeschäften im Freizeitpark nichts zu suchen haben. Karussells und Achterbahnen sind ohnehin noch nichts für Babys. Aber bedeutet das, dass immer ein Elternteil auf das Fahrvergnügen verzichten muss? Nicht unbedingt. Viele Freizeitparks haben sich inzwischen optimal auf die Bedürfnisse von Familien eingerichtet und möchten auch den Begleitpersonen kleiner Kinder ein möglichst umfangreiches Freizeiterlebnis ermöglichen.

So haben zum Beispiel das Phantasialand in Brühl bei Köln, der Heidepark Soltau und der Europapark in Rust das so genannte Baby Switch eingerichtet. Dabei kann ein Elternteil mit einem älteren Geschwisterkind ein Fahrgeschäft nutzen, während der Partner oder die Partnerin mit dem Baby draußen wartet. Im Servicecenter oder beim Ein-oder Ausstieg am Fahrgeschäft erhält der fahrende Elternteil von den Mitarbeitern auf Wunsch eine Karte, mit der der oder die Wartende im Anschluss das Fahrgeschäft ebenfalls nutzen kann, ohne sich noch einmal in der Warteschlange anzustellen.

Wenn Familien die Wartezeit vor einem Fahrgeschäft gemeinsam verbringen möchten, gibt es bei den meisten Attraktionen die Möglichkeit, dass Mama oder Papa mit dem Baby vor Fahrtantritt durch eine separate Tür wieder zum Ausgang geführt werden, während das ältere Geschwisterkind in Begleitung das Fahrgeschäft nutzen kann. So lassen sich die Zeiten, die die Familie getrennt verbringen muss, auf ein Minimum reduzieren. Es empfiehlt sich allerdings, die Mitarbeiter am Eingang des Fahrgeschäftes bereits darauf anzusprechen, ob es entsprechende Sonderausgänge gibt, die kleinere Geschwister vor Fahrtantritt mit einem Elternteil nutzen können.

Für den Buggy gibt es vor vielen größeren Fahrgeschäften inzwischen auch spezielle Haltebuchten, in denen die Gefährte abgestellt werden können, ohne den anderen Parkbesuchern im Weg zu stehen.

Hier gilt noch einmal der Hinweis: Bitte keine Wertsachen im Buggy zurücklassen. Für gestohlene Wertgegenstände übernehmen die Freizeitparks in der Regel keine Haftung!

Den Park im Vorfeld virtuell erkunden

Wer mit Buggy durcheinen Freizeitpark spazieren möchte, tut gut daran, sich die Örtlichkeiten im Voraus ein wenig vertraut zu machen. Die meisten Freizeitparks bieten inzwischen auf ihrer Internetseite die Möglichkeit, das gesamte Gelände über interaktive Karten auszukundschaften. Für Familien kommt es dabei vor allem auf Einrichtungen wie Wickelstationen und Abstellmöglichkeiten für den Buggy an.

Es kann auch hilfreich sein, das Restaurantangebot ein wenig genauer in Augenschein zu nehmen und zum Beispiel herauszufinden, welche Örtlichkeiten einen ausreichend großes Platzangebot haben, um auch mit dem Buggy dort Platz zu nehmen. Je nach Themengebiet können Restaurants in dieser Hinsicht mehr oder weniger praktisch aufgeteilt sein. Bei schönem Wetter bieten sich auch Picknickplätze im Freien für den kleinen Snack zwischendurch an. Hier ist meist deutlich mehr Platz als in den einzelnen Restaurants.

Übersichtskarten über den jeweiligen Freizeitpark gibt es in der Regel direkt vor Ort oder auch als App fürs Smartphone. So lassen sich die besten Plätze für einen Zwischenstopp mit Buggy jederzeit problemlos finden.

 

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Abbildung 1: fotolia.com © Halfpoint

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