Igel und Co.: Findlinge im Spätherbst und Ausflüge in den Wildpark

Nun ist wieder die Jahreszeit angebrochen, in der man im Garten oder im Wald auf kranke oder verwaiste Igel stößt, die sich eigentlich schon im Winterschlaf befinden sollten. Wann und wie man den Tieren helfen kann und warum sich ein Ausflug in den Wildpark lohnt, erklären wir an dieser Stelle.

Der Wildparkausflug im Winter – die Wildnis hat immer Saison

In den Wildparks ist auch im Winter viel los. Viele Tiere, darunter Wölfe und etwaige Paarhufer, sind in der kalten Jahreszeit äußerst aktiv. Außerdem kann man einigen Tieren in speziell präparierten Gehegen und Nestern beim Überwintern zuschauen. Findlinge landen natürlich ebenfalls in Aufzuchtstationen sowie Tier- und Wildparks.

Dort freut man sich derzeit auch über Futterspenden. Über Igelfutter und sonstige Tiernahrung kann man sich zum Beispiel hier informieren.

Igel und der Winterschlaf

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In den vergangenen Nächten fielen die Temperaturen immer wieder in den unteren einstelligen Bereich ab, während die letzten Blätter des goldenen Oktobers zu Boden fielen.

Das bedeutet, dass bestimmte endotherme oder homoiotherme Tiere, also Warmblüter und solche Tiere, die ihre Körpertemperatur selbst regulieren oder aus anderen Gründen eine konstante Temperatur aufweisen (Gleichwarme Tiere), nun ihren Winterschlaf halten.

Zu diesen Winterschläfern zählen auch einige der bei uns heimischen Tiere – allen voran der Igel.

Selbiger beginnt mit der mehrmonatigen Schlafphase, sobald er sich ein gewisses Fettpolster angefressen hat. Die männlichen Tiere machen den Anfang und ziehen sich je nach Witterung zum Teil bereits im beginnenden Oktober zurück. Nachdem auch die Weibchen, die sich noch länger um die Jungtiere kümmern müssen, in ihren Winternestern verschwinden, Folgen zum Schluss die Jungtiere, die am längsten brauchen, um das nötige Winterschlafgewicht zu erreichen – es beträgt mindestens 500 Gramm.

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Wer danach noch einen Igel findet, sollte wissen, wann das Tier Hilfe benötigt und wann man es lieber in Ruhe lassen sollte.

Verletzte Igel, deren Fundort schon auf einen Unfall hindeutet, offensichtlich kranke Tiere, die auf unsicheren Beinen nach Essbarem suchen, verwaiste Igelsäuglinge und sämtliche Tiere, die bei Schnee, Dauerfrost und oder extremen Niedrigtemperaturen noch draußen unterwegs sind, bedürfen auf jeden Fall der Hilfe ihres Finders.

Wird ein Igelnest zerstört, sucht sich ein gesundes Tier ganz einfach ein neues. Diese Igel lässt man am besten einfach in Ruhe.

Igel gefunden – und jetzt?

Wer einen gesunden Igel einfach mit nach Hause nimmt, verstößt gegen das Gesetz. In der Bundesrepublik Deutschland ist es nämlich Verboten, ein unter Naturschutz stehendes Tier aus seinem Habitat zu entfernen. Ausnahme ist die sachgemäße Rettung eines solchen Tieres. Wie man sich in Falle eines Funds richtig Verhält und an wen man sich wenden kann, erfährt man auf dem informativen Portal Pro Igel.

 

Bilder:

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