Die wichtigsten finanziellen Tipps für werdende Eltern

 

 Bereichert ein Baby die Zweisamkeit, ändert sich alles. Vor allem auch in finanzieller Hinsicht ist dies für manche Eltern eine Herausforderung. Mit staatlichen Zahlungen und ein paar pfiffigen Spartipps lässt sich die Zeit gut stemmen.

 

Die wichtigsten finanziellen Tipps für werdende Eltern

Zu behaupten, der Großteil des Lebens ändere sich, wenn sich Nachwuchs ankündigt, wäre maßlos untertrieben, denn: Es ändert sich im Grunde wahrlich alles. Wer früher für zwei gedacht hat, muss jetzt für drei denken – und das zu jeder Stunde im Leben. Welche finanziellen Möglichkeiten werdende Eltern haben, verraten diese FAQs.

Welche finanziellen Zuschüsse stehen werdenden Eltern eigentlich zu?

Jeder finanzielle Zuschuss ist an einen bestimmten Lebensabschnitt der werdenden Eltern gekoppelt. So wird das Mutterschaftsgeld beispielsweise genau für den Zeitraum des Mutterschutzes gewährt. Unter familien-wegweiser.de gibt es diese Informationen dazu: „Mutterschaftsgeld wird von den gesetzlichen Krankenkassen während der Schutzfristen vor und nach der Entbindung (im Normalfall 6 Wochen vor der Entbindung und 8 Wochen nach der Entbindung, bei Früh- oder Mehrlingsgeburten 12 Wochen nach der Entbindung) sowie für den Entbindungstag gezahlt. Das Mutterschaftsgeld kann frühestens sieben Wochen vor dem mutmaßlichen Geburtstermin beantragt werden, da die diesbezügliche ärztliche Bescheinigung frühestens eine Woche vor Beginn der Schutzfrist ausgestellt werden darf.“

Ist das Baby auf der Welt, bezieht das Elternteil, das die erste Pflege übernimmt (und dafür in der Regel aus dem Beruf ausscheidet) Elterngeld. Elterngeld wird 12 Monate lang (ab der Geburt des Kindes) bezahlt. Zwei Monate extra gibt es dann, wenn beide Elternteile für einen gewissen Zeitraum vom Job zurücktreten und sich der Versorgung des Nachwuchses widmen. Die Sonderoption, das ElterngeldPlus, wird doppelt so lange bezahlt, wie das soeben erwähnte, reguläre Elterngeld. Und auch die extra Monate werden verdoppelt, wenn sich die Eltern die Aufsicht und Pflege teilen. Wie hoch das Elterngeld ausfallen wird und wo es beantragt werden kann, kann unter elterngeld.de nachgelesen werden.

Eine dritte, wichtige Komponente ist das Kindergeld. Dieses wird monatlich ausbezahlt und staffelt sich nach der Anzahl der Kinder. Bis Ende 2016 gab es noch 190 Euro fürs erste und zweite Kind, 196 Euro fürs zweite Kind und 221 Euro fürs dritte und vierte Kind. Seit dem 1. Januar 2017 gibt es jeweils zwei Euro pro Kind on top. Weitere finanzielle Leistungen – bei Mehrlingsgeburten, bei behinderten Kindern oder bei speziellen Notlagen – sind unter familienplanung.de zusammengefasst.

Gibt es steuerliche Vergünstigungen für Eltern?

Ja, die gibt es. Es handelt sich dabei um einen Kinderfreibetrag in Höhe von 4608 Euro und einen sogenannten Betreuungs- und Ausbildungsbedarf in Höhe von 2640 Euro. So war es bis Ende 2016 geregelt. Seit dem 1. Januar 2017 dürfen sich Eltern über 108 Euro extra freuen. Auf 4716 Euro ist nämlich der Kinderfreibetrag seit diesem Stichtag angestiegen.

Wie kann aktiv im Familienleben gespart werden?

 

Zu stillen ist nicht nur aus medizinischer Sicht eine klare Empfehlung, sondern auch aus finanzieller. Denn es ist wesentlich teurer, als Milchpulver zu kaufen.

 

Auch wenn auf Breikost umgestiegen wird, müssen es nicht die teuren Fertigprodukte sein.

Wer nicht schon vor der Gründung einer Familie ein Sparfuchs war, wird dies spätestens dann, denn die Möglichkeiten liegen förmlich auf der Hand. Die besten Tipps, um im täglichen Familienleben Geld zu sparen, seien hier kurz zusammengestellt:

1.)    Es muss nicht jedes „empfohlene“ Produkt auch wirklich angeschafft werden. Die Werbeindustrie gaukelt gerade frisch gebackenen Eltern gerne mal vor, dass wirklich jedes Detail eine Anschaffung wert ist, um den Nachwuchs durch die ersten Wochen und Monate zu bekommen, doch dem ist nicht so. Eltern sollten jede Liste, die als „Erstlingsausstattung“ angepriesen wird, ordentlich prüfen, bevor sie abgearbeitet wird.

2.)    Jeder Babyartikellieferant möchte die glücklichen Eltern zu seinen Kunden zählen dürfen. Und das lassen sich manche durchaus etwas kosten – was letztlich den Eltern wirklich nützt. Coupons für Windeln, Feuchttücher, Cremes und Co. sind bares Geld und sollten akribisch bedacht eingelöst werden.

3.)    Do-it-yourself kann richtig Geld sparen. Gerade bei Babys funktioniert das beim Essen besonders gut. Wer sich fürs Stillen entschlossen hat, hat bereits einen riesigen finanziellen Brocken beiseitegeschoben, denn Milchpulver ist mächtig teuer. Doch auch nach der reinen Milch-Phase gilt: Wer hier selbst Babybreis kocht, spart richtig viel Geld. Sorge, etwas falsch zu machen, brauchen die frischgebackenen Mamis und Papis dabei nicht zu haben, schließlich gibt es Literatur ohne Ende zu diesem Thema. Und eine Scheu vor dem riesigen Aufwand ist auch unangebracht. Ein Beispiel: Eine Banane ist im Handumdrehen zerquetscht – und ist so viel günstiger als eben dieses Babygläschen.

4.)    Bei der Grundausstattung (Kinderzimmer, Kinderwagen, …) darf ebenso gespart werden – aber nur am Geld und nicht an der Qualität. Das Material muss dabei stets erster Güte sein, auch sollten entsprechende Verbrauchertests studiert werden, um auszuschließen, dass sich ungeahnte Fallen verstecken. Tipp: Das Kinderzimmer wird erst viel später für den Nachwuchs von Interesse. Daher sollte es zunächst die wichtigsten Einrichtungen bieten wie Bett, Schrank und Wickelkommode. Auf eine kindgerechte Einrichtung mit Farben an den Wänden und kleinen Figuren, die zum Nachtwächter werden, darf natürlich dennoch nicht verzichtet werden. Schließlich sollte der Nachwuchs sich von Anfang an wohlfühlen.

5.)    Mainstream muss nicht sein. Wer dies bereits verinnerlicht, wenn das Baby noch recht klein ist, der wird sich langfristig leichter tun. Eltern sollten ihr Kind so fördern, wie es das Kind erwartet und auch ganz individuell fordert – und nicht etwa wie es in einem standardisierten Lehrwerk steht. Gleiches gilt übrigens auch für die Diskussionen rund um den Kindergeburtstag. Einfallsreich sollte er sein, aber das muss auch nicht immer horrende Kosten verursachen.

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