Mit diesen Tipps bleiben Frauen auch nach dem Kinderkriegen finanziell unabhängig

Mehr finanzielle Unabhängigkeit für Frauen in Ehe oder Beziehung

Viele junge Frauen verdienen heutzutage ihr eigenes Geld. Und auch, wenn einige davon auch nach der Elternzeit noch einem Beruf nachgehen, lässt sich mit dem Kinderkriegen oft ein Einschnitt in die finanzielle Freiheit einer Frau feststellen: Durch das Elterngeld fehlt rund ein Drittel des Einkommens. Kann die Frau nach der Elternzeit ihrer ehemaligen Vollzeitbeschäftigung nicht mehr nachgehen, fehlt oft noch viel mehr – Stück für Stück wird Frau dadurch abhängiger von ihrem Partner.

Viele Frauen fühlen sich in dieser Rolle nicht wohl. Sie möchten sich vor ihrem Partner nicht rechtfertigen müssen, wenn sie für sich oder für das Kind Dinge kaufen, Ausflüge planen oder in den Urlaub fahren möchten. Außerdem führt Abhängigkeit auf zu einer gewissen Machtasymmetrie: Wer die Brötchen verdient, darf auch bestimmen. Es ist erschreckend, dass im Jahre 2022 immer noch einem großen Teil aller Frauen und Mütter Finanzwissen fehlt. Mit diesen Tipps gewinnt man mehr finanzielle Selbstständigkeit:

Finanzen klar trennen

Schon bevor die Kinder kommen, sollte man sich mit seinem Partner darüber austauschen, wer wie viel zum gemeinsamen Lebensunterhalt beisteuern kann. Dabei gibt es zwei gängige Modelle:

Es gibt Menschen, die nur die 50:50-Aufteilung fair finden. Unabhängig vom persönlichen Einkommen müssen also beide Personen in der Beziehung die Hälfte der Fixkosten tragen, von Urlauben oder größeren Anschaffungen tragen. Weil sich dabei die Person, die besser verdient, in ihren Ansprüchen der Person anpassen muss, die schlechter verdient, findet dieses Modell nur in einem Teil aller Haushalte Anwendung.

Besonders häufig werden die gemeinsamen Finanzen und Kosten prozentual aufgeteilt: Verdient er 3.000€ netto und sie 2.000€ netto, ergeben sich daraus für ihn 60% und für 40%. Demzufolge trägt er 60% zu den gemeinsamen Kosten bei, sie 40%. Weil Frauen für die gleichen Tätigkeiten meist noch immer deutlich weniger verdienen als Männer, ist dies ein häufiges Szenario.

Es gilt also die laufenden Kosten zu ermitteln. Besonders praktisch ist es, wenn beide Partner ihren Anteil auf ein Gemeinschaftskonto einzahlen. Von dort können dann alle Zahlungen geleistet werden, die den gemeinsamen Haushalt oder gemeinsame Unternehmungen betreffen.

 

Überblick über die eigenen Finanzen verschaffen

Wer Pi mal Daumen abschätzt, ob die geplante Online-Bestellung noch drinnen ist oder nicht, kann sich schnell verschätzen. Um finanziell unabhängig zu bleiben, sollte man die eigenen Finanzen jedoch kennen wie seine Westentasche. Dabei kann es hilfreich sein, sämtliche Einnahmen und Ausgaben aufzuschlüsseln. Frauen mit Kinderwunsch sollten in diesem Schritt abwägen, welche Herausforderungen mit der Schwangerschaft auf sie zukommen - beispielsweise, wie viel Elterngeld sie erhalten.

Was die Ausgaben betrifft, so sollte man neben den Fixkosten auch wissen, wie viel Geld man täglich oder im Monat „nebenbei“ ausgibt. Gerade in diesem Bereich gibt es viele Stellschrauben, die man bedienen kann: Wer für den nächsten Familienausflug Kekse und Obst von zu Hause mitnimmt anstatt Eis und Snacks am Ausflugsziel einzukaufen, wird erstaunt darüber sein, wie viel man schon durch solche Kleinigkeiten sparen kann.

Keine Konsumschulden aufbauen

Es kann frustrierend sein, in der Elternzeit oder danach plötzlich nicht mehr das zu verdienen, was man vorher bekommen hat. Der Wunsch nach Unabhängigkeit steckt in vielen von uns, doch wer nicht mit offenen Karten spielt und sich seine Unabhängigkeit um jeden Preis erhalten will, begeht manchmal sogar den größeren Fehler.

Um den Partner nicht mit Wünschen zu belasten oder in die Rechtsfertigungsspirale zu gelangen, nehmen immer mehr Frauen Konsumschulden auf: Sie bezahlen größere Anschaffungen in Raten, nutzen ihre Kreditkarte immer öfter oder beantragen sogar ein Darlehen, um Urlaube oder ähnliches zu zahlen. Die Zinsen für Konsumkredite liegen relativ hoch – die Schuldenspirale ist der Rechtsfertigungsspirale also nicht wirklich vorzuziehen.

Stattdessen sollte man offen über Wünsche und Bedürfnisse sprechen. Oft finden sich dabei Mittel und Wege, um wieder mehr Freiheit zu erlangen – zum Beispiel durch eine Weiterbildung, durch die Aufnahmen einer ortsunabhängigen Tätigkeit, der man auch mit Kindern gut nachgehen kann oder durch ein Hochschrauben der Stunden.

Notgroschen aufbauen und Sparen

Damit größere Anschaffungen, die den Partner nicht betreffen, im Notfall problemlos getätigt werden können, sollte man sich einen Notgroschen – ein finanzielles Polster - aufbauen. Dieses lässt einen nicht nur ruhiger schlafen, sondern bildet auch einen wichtigen Grundstock für Frauen, die sich trennen möchten.

Oft überwiegt die Angst vor der Trennung, weil gerade am Anfang Kosten auf einen zukommen – Kaution für eine neue Wohnung, Möbel und Mehrkosten für die Kinder, bevor Unterhalt fließt. Finanzielle Angst sollte einen aber nicht von einer Trennung abhalten. Natürlich ist es sinnvoll, an der Beziehung zu arbeiten – vor allem, wenn Kinder da sind. Frauen, die in toxischen Partnerschaften oder in gewaltvollen Beziehungen leben, sollten aber nicht aus Angst daran festhalten müssen. Steht der Notgroschen, sollte Frau – unabhängig von ihrem Mann – damit beginnen, Vermögen aufzubauen.

 

 

 

 

 

Quelle: (c) pixabay

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