Ein Arzt für die Familie: Was macht Familienarztpraxen aus?

Ein Arzt für die Familie: Was macht Familienarztpraxen aus?

Früher war es die Normalität: Hausärzte wurden innerhalb der Familie fast vererbt. Heutzutage haben sich die Familienverbände verändert und im Laufe der Zeit auch Konzepte wie der Familienhausarzt. Nichtsdestotrotz haben Familienarztpraxen Vorteile. Was genau machen Familienärzte aus und wie findet man gute Praxen?

Was machen Familienärzte anders? Eigenschaften und Vorteile

In Deutschland prägten die Allgemeinärzte Huygen und Hamm in den 1980er-Jahren ein neues Verständnis der Allgemeinmedizin. Patienten sind demnach nie für sich alleine zu betrachten. Auch ihr soziales Umfeld spielt eine Rolle. Bei Familienarztpraxen steht analog dazu nicht der Patient für sich, sondern der Mensch im Netz seiner Alltagsbeziehungen im Fokus. Laut einer hausärztlichen Delphi-Studie macht die Berücksichtigung des Patientenumfelds Familienärzte aus, ohne dass in der jeweiligen Praxis zwingend die gesamte Familie in Behandlung sein muss. Meist zeichnen sich Familienarztpraxen durch folgende Eigenschaften aus:

  • die Berücksichtigung des Familien- sowie Einzelbedarfs
  • die Aufmerksamkeit für familieninterne Belastungen und Problem
  • den Miteinbezug  familiärer Ressourcen und Risiken
  • eine bio-psycho-soziale, ganzheitliche Patientenbetreuung
  • die explizite Berücksichtigung sozialer, familiärer und kultureller Lebensumstände
  • die Berücksichtigung der familieninternen Dynamik im Umgang mit Diagnosen
  • eine wechselseitige Betrachtung von Krankheiten und sozialem Gefüge
  • die Familienanamnese als Schwerpunkt bei Diagnostik und Therapieplanung
  • Angebote wie krankheitsbezogene Familienkonferenzen bei Hausbesuchen
  • die Berücksichtigung biographischer, kultureller und religiöser Hintergründe bei der Anamnese und Behandlung

Zwischen Psyche und Körper besteht erwiesenermaßen ein Zusammenhang. Weil die psychische Situation vom sozialen Umfeld abhängt, erhalten Familienärzte durch die Beschäftigung mit den Familienhintergründen ein tieferes Verständnis vom Krankheitsgeschehen und können effizientere Behandlungsansätze entwickeln. Abgesehen von diesem Vorteil hat der Familienarzt insbesondere für Patienten mit familiärer Krankheitsgeschichte und anderen Kulturhintergründen Vorzüge. Erstere Patientengruppe braucht eine Vertrauensperson mit familienanamnetischem Fokus, während sich die zweite Gruppe von Familienärzten oft besser verstanden fühlt. 

Wie findet man gute Familienärzte?

Im Vergleich zu anders ausgerichteten Hausarztpraxen stehen gute Familienarztpraxen in einer noch persönlicheren Patientenbeziehung. Das kann nur gelingen, wenn eine Vertrauensbasis gegeben ist. Die Suche nach passenden Familienarztpraxen ist daher eine Herausforderung. Sowohl fachliche als auch persönliche Kompetenzen und Sympathien spielen eine Rolle. Über das Internet kann man heutzutage mit wenigen Mausklicks nach Arztpraxen in der eigenen Stadt suchen. Die Ergebnisse lassen sich sogar nach Distanz zu bestimmten Adressen filtern. So kann im Bedarfsfall selbst während eines Familienausflugs oder einer Städtereise eine geöffnete Praxis schnell gefunden werden. Auch Bewertungen und Empfehlungen sind online leicht zugänglich. Die Liste aller möglichen Kandidaten lässt sich auf dieser Basis weiter eingrenzen. Außerdem achtet man bei der Vorauswahl am besten auf Eigenschaften wie

  • ganzheitlich orientierte Weiterbildungen, da es gerade bei Familienärzten auf einen ganzheitlicheren Blickwinkel ankommt
  • nachweisliches Wissen im Fachbereichen wie Humangenetik, falls familiäre Erkrankungen vorliegen
  • Erfahrungen mit dem eigenen Kulturkreis, falls der Patient oder sein Partner einer fremden Kultur entstammen.
  • Angebote wie Hausbesuche, Paar- und Familiensitzungen
  • kinderärztliche Qualifikationen

Mit den Kandidaten auf der anhand dieser Kriterien eingegrenzten Liste vereinbart man am besten einen Termin. Nur so können sich Familien ein Bild vom Vor-Ort-Geschehen machen. Gute Familienärzte nehmen sich beim (Probe-)Termin viel Zeit und stellen aktiv Fragen. Außerdem beweisen sie Geduld, was Patientenfragen betrifft und strahlen Ruhe aus. Wichtig ist für Familien außerdem, dass Familienärzte im Umgang mit Kindern Fingerspitzengefühl beweisen. Schließlich sollen sich auch die Kleinen in der Familienarztpraxis gut aufgehoben fühlen.

 

Bildquelle: (c) pixabay

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